Tipp: Lesung und Zeitzeugenbericht

Einladung zur gemeinsamen Veranstaltung der Stadtbibliothek Parchim und der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin

Im Rahmen einer neuen Kooperation zwischen der Stadtbibliothek Parchim und den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin laden wir herzlich zu einer besonderen Lesung und Zeitzeugen-Erzählung ein.

Dr. Jacek Zatrieb spricht und liest über das bewegende Schicksal seiner Mutter, Wanda Zatryb, in den Jahren 1944–1945. Nach dem Warschauer Aufstand wurde sie im August 1944 nach Deutschland verschleppt und in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen interniert. Dort musste sie Zwangsarbeit in einer Bosch-Fabrik in Kleinmachnow verrichten. Ihr Leidensweg führte sie über einen Todesmarsch bis ins KZ Wöbbelin, wo ihre Gefangenschaft endete. Im Sommer 1945 kehrte sie schließlich nach Warschau zurück.

Dr. Zatryb wird die Erinnerungen seiner Mutter mit den Rückblicken von drei weiteren polnischen Frauen ergänzen: Kazimiera Mleczko, Marianna Janowska und Teresa Lassota, die ein ähnliches Schicksal erlebten. Ziel ist es, das Grauen dieser Zeit aus verschiedenen Perspektiven sichtbar zu machen – denn jede der Frauen hat andere Details bewahrt. Die Erzählungen basieren auf Aufzeichnungen, die vor etwa 20 Jahren gemacht und in dem Buch „Ich sah den Namen Bosch“ von Angela Martin veröffentlicht wurden.

Diese Veranstaltung ist Teil der gemeinsamen Bestrebungen unserer beiden Einrichtungen, Geschichte lebendig zu halten, individuelle Schicksale sichtbar zu machen und das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten.

Die Lesung ist kostenlos und ohne Anmeldung.

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